
Wie du deine Nähmaschine einrichtest
Eine neue Nähmaschine zu haben ist aufregend! So sehr, dass du am liebsten sofort mit dem Nähen beginnen möchtest. Wenn du dir jedoch die Zeit nimmst, deine Maschine erst kennenzulernen und sie richtig einzustellen, wirst du mehr Freude an ihr haben und bessere Ergebnisse erzielen.
Wenn Nähen für dich Neuland ist und du zuvor noch nie mit einer Nähmaschine gearbeitet hast, kann das Einrichten und Benutzen der Maschine durchaus beängstigend sein. Bevor du dich fragst, wozu all die Knöpfe und Hebel dienen, lies am besten zuerst die Bedienungsanleitung deiner Maschine.
Hier erfährst du nicht nur, wo sich alle wichtigen Teile der Maschine befinden (und wie sie richtig heißen), sondern auch, wie man die Maschine richtig einfädelt, wie man die Spule aufspult und vor allem, wie man sicher näht.
Anschluss an das Stromnetz
Alle haushaltsüblichen Nähmaschinen von Brother werden mit Netzstrom betrieben. Nimm das Netzkabel und schließe es wie angegeben an der Seite deiner Nähmaschine an (für gewöhnlich auf der rechten Seite der Maschine). Stecke nun den Netzstecker in die Steckdose. Mit dem Ein-/Ausschalter an der Seite deiner Nähmaschine kannst du die Maschine jetzt ein- und ausschalten.
Anschließen des Fußanlassers
Wenn du eine mechanische Maschine gekauft hast oder es vorziehst, beim Nähen einen Anlasser zu benutzen, schließe den Fußanlasser an der angegebenen Stelle an. Dieser Anschluss befindet sich in der Regel auf der gleichen Seite wie der Anschluss für das Netzkabel.
Tipp: Wenn du eine computergesteuerte Maschine verwendest, hast du die Möglichkeit, mit oder ohne Fußanlasser zu nähen. Einige computergesteuerte Brother-Maschinen sind mit einer Start-/Stopptaste ausgestattet, die du anstelle eines Fußanlassers verwenden kannst. Es ist aber in jedem Fall ratsam, herauszufinden, wo und wie du deinen Fußanlasser anschließen kannst, vor allem, wenn du sehr kleine oder knifflige Modelle nähst, bei denen eine größere Kontrolle erforderlich ist.
Nähfüße kontrollieren
Als Nächstes solltest du bei ausgeschalteter Nähmaschine überprüfen, ob der Nähfuß angebracht ist. Der Nähfuß ist die Vorrichtung, die den Stoff beim Transport durch die Nähmaschine flach hält. Möglicherweise wird deine Maschine mit einer Reihe von verschiedenen Nähfüßen geliefert, die unterschiedliche Aufgaben haben.
Du kannst den Nähfuß anheben und absenken, um den Stoff darunter zu legen oder den Nähfuß zu wechseln. Bei mechanischen Brother-Maschinen befindet sich an der Seite des Nadelschafts ein Hebel, den du nach oben und unten bewegen kannst. Bei computergesteuerten Brother-Maschinen findest du auf der Vorderseite der Maschine eine Taste, auf der das Symbol eines Nähfußes abgebildet ist, sowie auch den mechanischen Hebel.


Einsetzen der Nadel
Wenn du mit deinem Nähfuß zufrieden bist, überprüfe, ob eine Nadel in der Maschine eingesetzt ist.
Um eine Nadel einzusetzen oder zu wechseln, wähle die entsprechende Nadel aus der Packung, die mit deiner Maschine geliefert wurde. Verwende für das normale Nähen eine Universal-Nadel. Für spezielle Näharbeiten und Materialien gibt es verschiedene Nadeltypen. Hier erfährst du mehr über die verschiedenen Arten von Nähmaschinen-Nadeln, wofür sie verwendet werden und wie oft du sie wechseln solltest.
Nimm den kleinen Schraubendreher aus dem Zubehör-Set deiner Nähmaschine. Suche am Nadelschaft die kleine schwarze Schraube, die sich rechts vom oberen Ende der Nadel befindet. Löse die Schraube vorsichtig, führe eine Nadel in den Schaft ein und ziehe die Schraube wieder fest, damit die Nadel sicher sitzt.
Tipp: Wenn du eine Nadel wechselst, ist es eine gute Idee, ein Stück Stoff oder Papier unter den Nähfuß zu legen. Dies verhindert, dass die Nadel aus dem Schaft herausrutscht und in den darunter liegenden Transporteur fällt, wodurch es zu einer Beschädigung der Maschine kommen kann.
Eine sichere Umgebung
Nicht jeder hat einen Bastelraum oder einen festen Platz zum Nähen. Bevor du mit dem Nähen beginnst, solltest du deine Nähmaschine in jedem Fall auf einer stabilen, ebenen Fläche aufstellen, vor der du gut sitzen kannst. Wie bei allen elektrischen Geräten solltest du darauf achten, dass es in der Nähe deiner Nähmaschine kein fließendes oder stehendes Wasser gibt.
Vergewissere dich, dass das Stromkabel nicht zu stark gespannt ist und es keine Stolperfalle für dich oder andere Familienmitglieder darstellt!
Wenn du einen Fußanlasser verwendest, brauchst du unter deiner Arbeitsfläche Platz für deine Beine, damit du den Fußanlasser reibungslos und bequem bedienen kannst.
Einfädeln der Maschine
Wenn du mit dem Einrichten der Maschine und deinem Arbeitsplatz zufrieden bist, kannst du beinahe mit dem Nähen beginnen! Doch bevor du dein erstes Projekt startest, bleiben noch einige Schritte zu tun...
Das Einfädeln ist der wichtigste Teil beim Einrichten deiner Nähmaschine – wenn das Einfädeln nicht korrekt durchgeführt wird, führt dies zu schlechten Nähergebnissen. Alle Brother-Nähmaschinen haben leicht verständliche Diagramme auf der Maschine, so dass das Einfädeln ein Kinderspiel ist!
Zuerst musst du die Spule einsetzen. Die Spule enthält den Unterfaden, mit dem deine Maschine näht.
Wenn im Zubehör deiner Maschine eine fertig aufgespulte Spule enthalten ist, entferne die durchsichtige Kunststoffabdeckung auf der Stichplatte (mit dem Nähfuß in angehobener Stellung) und setze die Spule ein. Befolge das Diagramm, um sicherzustellen, dass die Spule richtig eingesetzt ist und der Faden in der richtigen Richtung von der Spule abgespult wird. Setze die Kunststoffabdeckung wieder ein.

Nimm deine Garnrolle und setze sie auf den Garnrollenstift oben auf deiner Maschine. Fädele den Oberfaden entsprechend der Anleitung in deinem Benutzerhandbuch ein – achte darauf, dass der Faden richtig von der Garnrolle läuft und jeden Schritt des Einfädelns durchläuft.


Jetzt kannst du loslegen!
Es ist ratsam, zunächst einige Nahtproben anzufertigen, da jede Maschine anders ist. Dies ist auch eine gute Möglichkeit, um dich mit den verschiedenen Stichen vertraut zu machen, die deine Maschine bietet.Nimm ein Stück Baumwollstoff und lege es unter den Nähfuß. Senke den Nähfuß vorsichtig ab und wähle den Stich, den du nähen möchtest. Je nach Nähmaschine kannst du die Stiche entweder über ein Wählrad, Tasten oder einen Bildschirm auswählen.

Tritt leicht auf den Fußanlasser oder drücke die Start/Stopp-Taste und beginne zu nähen. Wenn du ein paar Stiche genäht hast, drücke die Rückwärtstaste (gekennzeichnet durch ein gebogenes Pfeilsymbol) und nähe ein paar Stiche zurück, um die Naht zu verriegeln. Sobald du die Rückstiche beendet hast, nähe wieder vorwärts.

Wenn du am Ende deiner Naht angekommen bist, nähe wieder ein paar Stiche rückwärts, um deine Naht zu verriegeln. Nimm deinen Fuß vom Fußanlasser. Wenn deine Nähmaschine mit einem automatischen Fadenabschneider ausgestattet ist, drücke die Taste mit dem Scherensymbol auf deiner Maschine – dadurch wird der Faden abgeschnitten, sodass du den Stoff aus der Maschine nehmen kannst (nachdem du den Nähfußhebel vorsichtig angehoben hast).
Wenn deine Maschine keinen automatischen Fadenabschneider hat, vergewissere dich zunächst, dass sich die Nadel in der oberen Position befindet, indem du entweder das Handrad auf der rechten Seite deiner Maschine zu dir hin drehst oder die Taste zum Anheben der Nadel betätigst. Hebe dann vorsichtig den Nähfuß an, ziehe den Stoff nach hinten weg und schneide den Faden mit dem Fadenschneider an der Seite deiner Maschine ab.

Tipp: Experimentiere auf diese Weise mit allen Stichen deiner Maschine. Als eines deiner ersten Projekte könntest du ein Stichmuster erstellen, das du neben deiner Maschine aufbewahrst und auf dem alle Stiche zu sehen sind. Das ist sehr nützlich, wenn du ein Projekt schnell abschließen willst oder eine Inspiration brauchst. Hier erfährst du mehr darüber, welcher Stich für welche Art von Projekt verwendet wird.
Nimm dir die Zeit die du brauchst, um deine Nähmaschine richtig einzurichten und dich mit ihr vertraut zu machen. Du wirst sehen, dass du nicht nur das Beste aus deiner Investition herausholst, sondern auch eine Menge Spaß damit haben wirst!