Anleitung – Nähstiche verstehen

Eines haben die meisten Nähmaschinen gemeinsam: Sie können sehr unterschiedliche Stiche nähen. Hast du dir schon einmal deine Nähmaschine angesehen und dich gefragt, wofür all diese Stiche da sind?

Die Grundlagen:

  • Geradstich – der am häufigsten verwendete Stich. Wird zum Heften, zum Nähen von Nähten und zum Absteppen verwendet.
  • Zickzackstich  – ein nützlicher Stich, der auch dekorativ ist. Wird bei dehnbaren Stoffen verwendet. Auch für Applikationen, Stickereien und Knopflöcher. Verwende den dreifachen Zickzackstich, wenn du einen breiteren Stich für dekorative Effekte, zum Ausbessern, für elastische Stoffe und zum Versäubern von Schnittkanten benötigst.
  • Blindsaum – zur Verwendung mit dem Blindstichfuß beim Säumen von Stoffen. So entsteht ein Saum, der von der rechten Seite des Kleidungsstücks aus gesehen unsichtbar ist. Verwende den elastischen Blindsaum für Maschenware.
  • Knopfloch – spezielle Stiche, die mit einem Knopflochfuß verwendet werden, um ein Knopfloch zu nähen. Lies hier mehr darüber, wie man Knopflöcher näht.

Jetzt wird verziert

Die meisten Nähmaschinen bieten viel mehr als nur vier Grundstiche. Je teurer die Maschine ist, desto mehr Zierstiche stehen in der Regel zur Auswahl. Einige Maschinen haben einen Drehknopf, mit dem du den gewünschten Stich auswählen kannst. Einige der neueren Modelle haben ein elektrisches Touchpad oder einen Farb-Touchscreen, ähnlich wie bei einem Tablet.
Zierstiche sind ideal, um Projekten eine persönliche Note zu verleihen und sie zu verschönern. Einige Zierstiche können jedoch sehr dicht sein und lassen sich nur schwer entfernen. Teste sie daher vor dem Nähen an einem Stoffrest.

Außerdem musst du den Musterrapport überprüfen, damit sich das Muster an der richtigen Stelle wiederholt und keine offensichtliche Anschlussstelle entsteht. Dies ist vor allem an auffälligen Stellen wie am Ausschnitt wichtig.
Bei Zierstichen auf leichten Stoffen musst du eventuell eine Verstärkung hinterlegen, wie du es beim Maschinensticken tun würdest.

Einige Brother-Maschinen bieten die Möglichkeit, Zierstiche zu kombinieren, zu bearbeiten oder sogar eigene Stiche zu erstellen.

Erfolg auf ganzer Länge

Je kürzer die Stichlänge eingestellt ist, desto mehr Stiche erhältst du. Diese Stiche sind auch kleiner. Wenn die Stichlänge länger eingestellt ist, werden die Stiche länger und dadurch weniger. Kurz bedeutet eng und lang bedeutet locker. Kürzere Stiche werden in der Regel für stabile und dauerhafte Nähte verwendet. Längere Stiche lassen sich leicht wieder trennen und werden daher für temporäre Nähte wie beim Heften verwendet.

Es ist nicht notwendig, die Stichlänge für jedes Projekt anzupassen, aber es ist eine gute Idee, mit verschiedenen Stoffen, Sticharten und Stichlängen zu experimentieren. Manchmal ist es nicht möglich, die Stichlänge eines Zierstichs zu ändern, da dies das Muster verzerren würde. Wenn du jedoch mit der Stichlänge bestimmter Stiche herumprobierst, kannst du verschiedene Looks erzielen. Warum fertigst du nicht einfach ein Probetuch an?
Es ist immer eine gute Idee, deine Sticheinstellungen auf Stoffresten zu testen, bevor du mit dem tatsächlichen Projekt beginnst. Durch Ausprobieren und Üben wirst du den Nahttrenner bald nicht mehr benötigen!

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