Perfekte Randstreifen mit Briefecken nähen

Ein Randstreifen mit Briefecken kann deinem Quilt einen professionellen Touch verleihen, der ihn von der Masse abhebt.

Diese Gestaltung ist besonders wirkungsvoll, wenn du gestreiften Stoff, einen diagonal oder vertikal gestreiften Randstreifen oder einen Stoff mit einem in eine Richtung ausgerichteten Muster verwendest.

Präzision ist das A und O, damit die Ecken perfekt zusammenpassen und auch alle Teile korrekt angeordnet sind. So bekommst du es hin!


Beispiele für Randstreifen mit Briefecken

Bunter Quilt auf Pflastersteinen
Bunte Streifen, die zusammengenäht und dann zu einem Randstreifen geschnitten wurden, bilden einen wirkungsvollen Rahmen für einen einfachen Quilt. Wichtig dabei ist, dass es am besten funktioniert, wenn die Streifen genau auf die Kante des Quilts passen.
In diesem Beispiel wurden sowohl der weiße als auch der blau bedruckte Streifen zusammengenäht, bevor der Randstreifen an den Kanten befestigt wurden.
 
Tipp: Wenn deine Streifen etwas zu kurz sind, füge an den Enden einen Kontrast hinzu – so erhältst du ein zusätzliches Gestaltungselement in Form von kleinen Quadraten, die sich in den Ecken bilden. Tue einfach so, als hättest du es so geplant.  😉
Pink and blue quilt

Die Halbkreise auf diesem Randstreifen treffen perfekt aufeinander und bilden an den Ecken Dreiviertelkreise. Du kannst einen kleinen Randstreifen zwischen dem Mittelteil des Quilts und dem wichtigen Teil des Randstreifens verwenden, um die Größe des Mittelteils zu korrigieren und eine optisch ansprechende Verbindung der Ecken des Randstreifens zu erzielen.


Bevor du beginnst

  1. Vergewissere dich, dass die Oberseite deines Quilts flach liegt und rechtwinklig ist. Wenn die Seiten ein wenig wellig sind, nähe eine Stütznaht mit einer langen Stichlänge. Platziere die Naht knapp innerhalb der ¼-Zoll-Linie, so dass diese Stütznaht am Ende nicht sichtbar ist. Nach dem Nähen bügeln.
  2. Zweimal messen, einmal schneiden!
  3. Räume deinen Arbeitstisch frei, damit du alles ganz flach auslegen kannst. Dies ist besonders wichtig, wenn du ein großes Quilt-Teil hast.
  4. Präzises Nähen ist das A und O – achte darauf, dass alles flach liegt und dass du genau an der Markierung nähst, mache nicht einen Stich zu viel oder zu wenig.


Erstens: Schneide die Randstreifen zu

Um die Briefecken an den Randstreifen zu gestalten, musst du zusätzliche Länge für die Randstreifen vorsehen. Berechne für jede Seite wie folgt:

      Länge der Seite + (Breite der gesamten kombinierten Randstreifen x 2) + 3 Zoll

Bereite deine Randstreifen vor. Wenn dein Randstreifen aus mehreren horizontalen Streifen besteht, füge sie alle zu einem Streifen zusammen. Achte darauf, gleichmäßig zu nähen – verwende einen Viertelzoll-Fuß.

Für ein ordentliches Ergebnis bügle die Nahtzugaben auseinander. Alternativ kannst du die Nahtzugaben auch auf eine Seite bügeln. Stelle in beiden Fällen sicher, dass die Nähte vollständig flach liegen.


Jetzt: Wir setzen die Randstreifen zusammen

Markiere an den Ecken des Oberteils des Quilts auf der linken Stoffseite ein Kreuz, ¼ Zoll von den Kanten entfernt.

Schritt 1

Markiere die Mitte eines jeden Streifens mit einer Stecknadel. Markiere die Mitte eines jeden Streifens mit einer Stecknadel.

 

Quilt mit markiertem Stoffstreifen

Schritt 2

Stecke die Mitte eines Streifens auf die Mitte einer Seite des Quilt-Mittelteils. Stecke den Streifen bis zum Ende der Seite fest und achte darauf, dass du ihn bis zum Kreuz feststeckst.

Saum mit Nadel an der Ecke des Quilts befestigt

Schritt 3

Nähe den Streifen nun an – beginne einige mm hinter dem Kreuz, nähe rückwärts, bis deine Nadel GENAU in das Kreuz sticht, und nähe dann vorwärts. Möglicherweise musst du die Stiche etwas manipulieren, um dies genau richtig hinzukriegen. Deine Nähte müssen genau an den Kreuzen beginnen und enden und sie müssen mit Rückwärtsstichen verriegelt werden. Nähe mit dem Randstreifen nach unten und dem Mittelteil des Quilts nach oben.


Schritt 4

Wiederhole diesen Vorgang mit allen Seiten. Am Mittelteil des Quilts sollten die Nähte genau aufeinandertreffen. Wenn du auf eine Ecke zunähst, an der bereits ein Randstreifen befestigt ist, falte den Randstreifen vom Mittelteil des Quilts weg. Fixiere ihn mit Stecknadeln, damit er nicht im Weg ist und du den Randstreifen nicht aus Versehen mit einnähst, wenn du dich der Ecke näherst.

Schritt 5

Bügele die Nähte zum Quilt-Mittelteil hin. Falte eine Ecke des Quilts in einem Winkel von 45 Grad. Der Schnittpunkt des Kreuzes, an dem sich die Nähte treffen, ist der Beginn der Falte.  
Die Nähte, mit denen die Randstreifen am Quilt befestigt sind, sowie alle anderen Nähte der nachfolgenden Randstreifenabschnitte müssen genau aufeinander treffen. Lege die Teile gut einen halben Meter von der Ecke entfernt präzise übereinander und fixiere sie mit vielen Stecknadeln. Die Randstreifen reichen über die Falte hinaus – achte darauf, dass die Nähte auch bei diesen Teilen übereinstimmen, und stecke sie fest.

Verschiedene Quiltteile mit Nadeln befestigt
Quiltecke zusammengenäht

Schritt 6

Klappe die Nahtzugabe in der Ecke nach oben, damit du die Naht an der Stelle sehen kannst, an der sie auf die Kreuzmarkierung trifft. Positioniere dein Quilt-Lineal so, dass die lange Kante auf der gefalteten Kante liegt und die 45-Grad-Linie des Lineals auf der Schnittkante des Randstreifens. Zeichne eine Linie auf den Randstreifen – sie sollte genau dort beginnen, wo sich das Kreuz befindet und sich die Nähte treffen, und bis zur Schnittkante des Randstreifens reichen. Dies ist deine Naht-Linie.

Lineal und mit Stecknadeln markierter Stoff

Schritt 7

Nähe auf dieser Linie und beginne genau an der Stelle, an der die Nähte endeten, als du die Randstreifen mit dem Oberteil des Quilts verbunden hast. Nähe auf dieser Linie bis zum Rand des Randstreifens.

Schritt 8

Öffne die Ecke und prüfe, ob sie flach liegt und alle deine Randstreifen korrekt zusammentreffen und eine korrekte Spitze bilden. Falls alles gut ist, schneide den Überschuss ab.

Ecke des Quilts

Schritt 9

Bügle die Naht flach und die Nahtzugaben auseinander.

Wiederhole den Vorgang mit den übrigen Ecken. Nun kannst du dich zurücklehnen und dein Werk bewundern!

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